Der Open-Source-Programmierer und Entwickler des ReiserFS, einer Familie von Journaling-Dateisystemen, wurde am Montag dem 28 April für den Mord an seiner Frau für schuldig gesprochen. Die Leiche seiner Frau wurde bislang jedoch noch nicht gefunden. Reiser muss wegen Mordes mit einer Gefängnisstrafe von 25 Jahren rechnen. Das Strafmaß wird nächste Woche verkündet.
Hans Reisers Frau, Nina Reiser verschwand während des Scheidungskrieges im Jahr 2006 spurlos. Hans Reiser behauptete während des Prozesses mehrmals, dass seine Frau, obwohl die Reisers zwei gemeinsame Kinder haben ohne jemanden zu informieren in ihre Heimat nach Russland zurückgekehrt sei.
Die Verurteilung dürfte für die Entwicklung des Reiser4-Dateisystems jedoch keine größere Bedeutung haben. Einige Mitarbeiter, der seit einigen Monaten nicht mehr operativ tätigen Firma Namesys entwickeln Reiser4 in Eigeninitiative weiter. Die Aufnahme in den Linux-Kernel scheint weiterhin unwahrscheinlich, auch wenn Andrew Morton das Dateisystem noch in seinem mm-Entwicklerkernel pflegt. Auch wenn es Reiser4 in den Linux-Kernel schafft, sieht die Zukunft für Reiser-Dateisysteme nicht gut aus, denn die größeren Linux Distributionen konzentrieren sich auf Ext3 und dessen Nachfolger Ext4.
Erstellt von Henryk Nanninga (oozee) am 29.04.2008 um 14:25 Uhr