Designlücken im VFS-Layer von Gnome
Christian Neumair, beteiligt an der Entwicklung von Gnome und Nautilus, schreibt in einem aktuellen Blog-Eintrag von einigen Designlücken in gnome-vfs.
gnome-vfs ist eine Bibliothek, die es Programmieren ermöglicht, auf verschiedenste Dateisystem über ein einheitliches Interface zuzugreifen.
Die Implementierung ist der Meinung Neumairs nach falsch und kann im schlimmsten Falle auch zu Datenverlust führen, was auch durch verschiedene Fehlerberichte bestätigt wird. Speziell bezieht sich die Kritik auf zwei Callback-Methoden, eine "synchrone" und eine "asynchrone".
Betroffen sind von der Lücke eine Vielzahl von Programmen, welche die Bibliothek benutzen, so z. B. auch der Dateimanager Nautilus.
Solange die Designfehler nicht behoben sind, empfiehlt Neumair, für wichtige Operationen nur die "sync"-Methode zu benutzen, damit sichergestellt werden kann, dass die Daten korrekt übertragen wurden.
Unter anderem will er aber auch nicht ausschließen, die Bibliothek komplett neuzuschreiben. In seinem Blog schreibt er hierzu:
"Vielleicht hatte Christian Kellner auch Recht, als er vor einigen Monaten zu dem Schluß kam, dass eine neue asynchrone Dateioperations-API in GnomeVFS nötig ist."
Gnome-Projekt:
http://www.gnome.org
Blogeintrag von Christian Neumair:
http://blogs.gnome.org
Erstellt von (FutureCrash) am 11.01.2006 um 17:41 Uhr

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